VITA
Der Verlag Neue Musik Berlin führt C. René Hirschfeld auf seiner Website als „einen der vielseitigsten und interessantesten Komponisten seiner Generation“. Dabei entzieht sich seine Musik gängigen Kategorien wie Avantgarde oder Tradition, ist gleichermaßen zeitgemäß wie transzendent, strukturell komplex und sinnlich fassbar. So nannte beispielsweise der US-amerikanische Kritiker Mark Gabrish Conlan Hirschfelds Musik für Piano solo "Music for the ages" und "Ein Stück, das Sie hören müssen, wenn Sie sich Gedanken darüber machen, ob klassische Musik eine Zukunft hat!“ (Fanfare Magazine 49/2) und nahm die CD-Einspielung des Werkes es in seine Wunschliste der 5 besten Neuerscheinungen des Jahres 2025 auf.
Seit der erfolgreichen Uraufführung seiner Kammeroper Bianca bei den Salzburger Festspielen 1991 wurden seine Werke in Europa, Asien, Lateinamerika und den USA gespielt. Ebenfalls 1991 dirigierte der Komponist selbst bei den Dresdner Musikfestspielen die Uraufführung seines 1. Klavierkonzerts, nachdem er bereits 1985 als Dirigent in einem Kammerabend der Staatskapelle Dresden debütiert hatte.
Im Jahr 2005 wurde sein Doppelkonzert für Violine, Violoncello und Orchester Wandlungen V beim offiziellen Festakt zur Verleihung der Kaiser-Otto-Medaille an Bundespräsident a.D. Dr. Richard von Weizsäcker im Magdeburger Dom uraufgeführt.
2009 spielte Hirschfeld als Solist die deutsche Erstaufführung seines Violinkonzertes; die Uraufführung fand 2008 beim Daegu International Contemporary Music Festival (Süd Korea) statt.
2024 brachte das New Chambers Ballet New York seine Produktion „PI“ nach Hirschfelds elektronischer Komposition „PI - sound of infinity“ und Visual Arts von Korvin Reich zur Uraufführung. Ebenfalls 2024 finanzierte die Kunst-Stiftung Sachsen-Anhalt zwei Portraitkonzerte.
Hirschfelds Kompositionen erhielten nationale und internationale Preise, so z.B. 1984 beim internationalen Carl-Maria von Weber - Wettbewerb der Dresdner Musikfestspiele, beim Eisler-Preis 1986, Mendelssohn-Stipendium 1988/89, Göttinger Kompositionspreis für Gitarre 2000).
Geboren wurde C. René Hirschfeld 1965 in Wernigerode und erhielt ab 1970 an der dortigen Musikschule seinen ersten Violinunterricht, im Alter von 9 Jahren begann er zu komponieren. Von 1982 bis 1987 studierte er an der Hochschule für Musik "Carl-Maria von Weber” Dresden Komposition (bei Udo Zimmermann) und Violine sowie als Nebenfächer Klavier und Dirigieren; 1987-89 setzte er das Studiums als Meisterschüler fort. Weitere wichtige Mentoren in dieser Zeit waren Wilfried Krätzschmar, Paul-Heinz Dittrich, der Tänzer und Choreograph Thomas Hartmann und der Musikwissenschaftler Peter Zacher.
Hirschfelds umfangreiches Oeuvre umfasst Musiktheater, Ballette, Sinfonik, Chor- und Vokalmusik, Kammermusik, Solowerke, elektronische Musik aber auch Tangos, Jazz-Zyklen und Chansons und erschien bis 2022 beim Verlag Neue Musik Berlin und Hofmeister Musikverlag Leipzig. 2022 unterschrieb er einen General-Vertrag mit dem Verlag Neue Musik. CD-Aufnahmen sind u.a. bei col legno, TYXart, Edel Music und kreuzberg records erschienen.
2017 erschien Hirschfelds innovatives Buch „Bewegung als strukturelles Gestaltungsmittel von Musik und anderen Künsten“, in welchem er strukturelle Bewegung in der Musik u.a. auf Basis der von Rudolf v. Laban formulierten, allgemein gültigen Bewegungsparameter und Elemente der Kunstlehre von Paul Klee analysiert und so einen völlig neuen Ansatz zur epochenübergreifenden musikalischen Analyse bietet.
Bereits während seines Meisterschüler-Studiums war Hirschfeld Lehrbeauftragter an der Dresdner Musikhochschule (bis 1991), anschließend bis 1994 an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. 1994 übersiedelte er für ein Jahr nach Schweden, ab 1995 lebte er als freiberuflicher Komponist in Berlin, bis er 2018 seinen Wohnsitz in seine Heimatstadt Wernigerode verlegte.
Hirschfeld ist Dozent der Komponistenklasse Sachsen Anhalt und künstlerischer Leiter des Ensemble Junge Musik Sachsen-Anhalt. Er ist außerdem Autor der 2bändigen, didaktisch neuartigen Violinschule „Meine Geigenwunderwelt“ (Heinrichshofen Verlag).
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